PPO Kiel informiert akzeptanzorientiert über Partydrogen und ähnliche Substanzen

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Prävention einmal anders: „Badesalze“, „Legal Highs“, „Research Chemicals“, „Designer Drogen“ – all dies sind Schlagwörter, die im vergangenen Jahr verstärkt in den Medien auftauchten.

Warum? Bereits mehr als 3 Millionen junger Menschen in der EU haben im vergangenen Jahr in ihrer Freizeit diese „neuen“ Drogen konsumiert, stellte die UN in Ihrem jüngsten Weltdrogenbericht fest, Tendenz stark steigend!

Das Sozialministerium des Landes Schleswig-Holstein fördert seit mehr als 3 Jahren das „Partyprojekt-ODYSSEE“, ein speziell auf diesen Bereich ausgerichtetes und landesweit operierendes Präventionsprojekt.  >> Ausführliche Infos gibt es hier


Was sind Partydrogen?

Als Partydrogen bezeichnet man Substanzen, die überwiegend auf Feiern, in Discos und in Clubs konsumiert werden. Eine große Rolle spielen sie auf Partys der Musikrichtungen Goa, Trance, House und Techno.

Wir informieren über Drogen in Form von Seminaren oder auf Festivals.
Wir informieren über Drogen in Form von Seminaren oder auf Festivals.

Bei Partydrogen handelt es sich meistens um aufputschende Stoffe wie Speed, Ecstasy oder Kokain und halluzinogene Drogen wie Pilze oder LSD. Weitere Infos siehe unter Substanzen „Stimulanzien“.

Letztere sind zwar keine Partydrogen im klassischen Sinne, da ein Partyumfeld nicht das passende Setting für halluzinogene Drogen darstellt. Dennoch finden sie ihre Anwendung. Durch die Einnahme der genannten Stoffe erhofft sich der Konsument eine aufhellende und euphorisierende Wirkung. Dies führt zu partybezogenen Verhaltensweisen welches zu hemmungslosem Tanzen oder leichtere Kontaktaufnahme führen kann. Weitere Infos siehe unter Substanzen „Psychedelik“.

Kokain zählt zu den bekannten Partydrogen, nimmt jedoch aufgrund seines hohen Preises und einer gewissen Stilisierung als „Statusdroge“ eine Sonderstellung ein. Durch den hohen Preis wird es immer mehr von neueren Substanzen verdrängt. (Siehe unter Substanzen „Stimulanzien“)

Cannabis zählt tendenziell nicht zu den Partydrogen. Es wird zwar auf Partys konsumiert, ermöglicht allerdings nicht die partybezogenen Verhaltensweisen wie die meisten anderen Drogen. Es wird in der Regel zum „Herunterkommen“ gebraucht oder um die aufputschende Wirkung der Partydroge zu mildern. Dies funktioniert oftmals jedoch nicht! (Weitere Infos siehe unter Substanzen „Naturdrogen“.)

Obwohl Partydrogen hauptsächlich im Nachtleben ihre Verwendung finden, bestehen durchaus auch andere Gelegenheiten des Konsums. Beispielsweise um die (Arbeits-)Leistung zu steigern, sich sexuell in Stimmung zu versetzen oder eine gute Stimmung zu entwickeln. Über die Wirkungen und Wechselwirkungen informieren wir ausführlich auf der Seite „Mischkonsum“.

Auch Medikamente wie Ketamin oder starke Beruhigungsmittel (Tranquilizer) werden manchmal als Partydrogen verwendet (weitere Infos siehe „Downer“).

Da der Begriff Partydroge Spaß suggeriert, werden die Wirkungen und Risiken leider sehr oft unterschätzt, obwohl die Substanzen keinesfalls ungefährlich sind. Deshalb gelten diese Rauschmittel grundsätzlich als illegal.