Drogenprävention im Jugendzentrum Albersdorf

Mit einem niedrigschwelligen und dialogorientierten Ansatz hat das Jugendzentrum Albersdorf gemeinsam mit dem Kieler Party- und Präventionsprojekt „ODYSSEE“ ein Zeichen in der Drogenprävention gesetzt. Sozialarbeiter Matthias Rehmke war für 3 Stunden in Albersdorf im Jugendzentrum und suchte das direkte Gespräch mit Jugendlichen – in kleinen, vertrauensvollen Runden statt großer Vorträge.

Insgesamt nahmen 23 Jugendliche an den Gesprächen teil. Die Gruppen waren bewusst klein gehalten, meist zwischen ein und fünf Personen, um eine offene und persönliche Atmosphäre zu ermöglichen. Durchschnittlich dauerten die Gespräche etwa 20 Minuten – genug Zeit, um ernsthafte Fragen zu stellen und ehrliche Antworten zu geben.

Im Mittelpunkt standen Themen, die Jugendliche unmittelbar betreffen: Warum werden Menschen süchtig? Welche Erfahrungen gibt es im eigenen Umfeld mit Drogen? Und auch persönliche Fragen wurden nicht ausgeklammert – etwa, welche Substanzen bereits ausprobiert wurden und wie schwierig der Weg aus einer Abhängigkeit sein kann.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Aufklärung über die Wirkung von Drogen im Gehirn. Dabei ging es nicht nur um biologische Prozesse, sondern auch um die psychischen Folgen. Besonders eindrücklich waren Gespräche über Psychosen: Was passiert dabei? Und wie kann man respektvoll und unterstützend mit Betroffenen umgehen?

Neben der klassischen Suchtprävention griff das Projekt auch emotionale Aspekte auf. Die Jugendlichen diskutierten, wie man mit negativen Gefühlen umgehen kann, ohne zu riskanten Bewältigungsstrategien oder Drogen zu greifen. Ebenso wurde thematisiert, wie man Menschen helfen kann, die bereits in eine Abhängigkeit geraten sind. „Wir sehen täglich, wie präsent das Thema im Alltag junger Menschen ist – deshalb sind solche Angebote unverzichtbar.“, so der Leiter des Jugendzentrums, Martin Hanske.

Prävention funktioniert dann am besten, wenn sie auf Augenhöhe stattfindet. Statt auf Abschreckung und Verbote setzt das Projekt „ODYSSEE“ auf Information, Austausch und Vertrauen – ein Ansatz, der bei den Jugendlichen in Albersdorf sichtbar Anklang fand.

So fasst der 14-jährige Leander Thießen den Tag zusammen mit den Worten: „Die Gespräche waren viel besser als so ein normaler Vortrag, weil man selbst Fragen stellen konnte“, so der 14-jährige Leander Thießen.

Quelle: https://jugendzentrum-albersdorf.de/2026/04/23/drogenpraevention-im-juze/